Gluschko RD-1

Verweise: Jak-3 La-5 La-7 La-120 Pe-2 Su-7 von 1943

Galerie

Geschichte:

Im Entwicklungskollektiv von Walentin Gluschko entstanden 1941 die ersten Zeichnungen eines 3-kN-Flüssigkeitstriebwerk für Kerosin als Brennstoff und Salpetersäure als Oxydator; schon ein Jahr später absolvierte es seine Prüfstandsläufe. Gleichzeitig erwirkte Walentin Gluschko die Versetzung Sergej Koroljows in sein OKB. Innerhalb weniger Monate entstand unter Koroljows Federführung die Raketenanlage ARU-1 (RU-1) für den Einbau des Triebwerks RD-1 in das Flugzeug Petljakow Pe-2. Bereits am 01.10.1943 fand der Erstflug statt. Die Versuche verliefen nicht ohne Rückschläge, da sich das Anlasssystem des Triebwerks als unzuverlässig erwies. Da die Treibstoffkombination Kerosin/Salpetersäure nicht selbstentflammbar ist, erforderte sie eine Fremdzündung. Beim RD-1 wurde zu diesem Zweck ein Äther-Luft-Gemisch als Zündmedium mit Hilfe einer Glühkerze entflammt, die jedoch beim Flug in größeren Höhen unzuverlässig funktionierte. Daraufhin entwickelten die Triebwerkskonstrukteure ein Zündverfahren, bei dem eine spezielle Zündflüssigkeit durch chemische Reaktion den Anlassvorgang auslöste.  Dieses Triebwerk wurde als RD-1ChZ bezeichnet. Neben der Petljakow Pe-2RD dienten noch zahlreiche weitere kolbengetriebene Flugzeuge als Versuchsträger für das RD-1, so die Jagdflugzeuge Jakowlew Jak-3RD, Lawotschkin La-5WI, La-7R und La-120R, sowie die Suchoj Su-7.

Technische Daten:

Typ : 

Raketenmotor RD-1ChZ

Leistung : 

2,94 kN Schub bei einer Drehzahl von 26.000 U/min

Versionen:

RD-1 :

erste Version mit einem unzuverlässigen Zündverfahren in großer Höhe 

RD-1ChZ :

verbesserte Version

 
letzte Änderung :  24.07.2015