British Aerospace Harrier

Verweise: F-35 Harrier II Sea Harrier Jak-141

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Geschichte:

Die Harrier ist der erste Senkrechtstarter der Welt der in den Truppendienst übernommen wurde. Die Entwicklung begann in den 1950-jahren bei der Firma Hawker Siddeley, später British Aerospace, und mündete 1960 in dem Versuchsflugzeug Hawker Siddeley P.1127. Aus der Hawker Siddeley P.1127 entstand  1963 das Versuchsflugzeug Hawker Siddeley Kestrel FGA Mk 1. das neben Großbritannien auch von den Interessenten Deutschland und den USA finanziert und erprobt wurde. 

Technische Daten:

einsitziges V/STOL-Erdkampfflugzeug Harrier GR.Mk 3

Triebwerk : 

ein Rolls-Royce Pegasus-103 mit 95,55 kN Schub

Leistung : 

Höchstgeschwindigkeit 1.185 km/h; Dienstgipfelhöhe 15.240 m; max. Reichweite mit Zusatztanks 3.430 km

Gewicht : 

Leermasse 5.625 kg; Startmasse 8.165 kg bei Vertikalstart bzw. 10.430 kg bei Kurzstart

Abmessungen : 

Spannweite 7,70 m; Länge 13,87 m (mit Laser 14,37 m); Tragflügelfläche 18,7 m²

Bewaffnung : 

zwei Behälter mit je einer Royal Small Arms Factory 30-mm-Kanone ADEN und eine maximale Waffenlast von 3.270 kg an fünf Aufhängepunkten; unter anderem Luft-Luft-Raketen AIM-9L Sidewinder, für Bomben und ungelenken Luft-Boden-Raketen

 

Versionen:

Harrier :  

Bezeichnung der sechs Prototypen; Erstflug am 31.08.1966

Harrier GR.Mk 1 :  

Bezeichnung der ersten Serienversion der Harrier mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-101 mit 84,45 kN Schub; Erstflug am 28.12.1967

Harrier GR.Mk 1A :  

Version der Harrier GR.Mk 1 bzw. aufgerüstete Harrier GR.Mk 1 mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-102 mit 88,9 kN Schub 

Harrier T.Mk 2 :

zweisitzige Version der Harrier GR.Mk 1 mit längerem Heck und größerem Seitenleitwerk; Erstflug am 24.04.1969

Harrier T.Mk 2A :  

Version der Harrier GR.Mk 2 mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-102 mit 88,9 kN Schub

Harrier GR.Mk 3 :  

Version der Harrier GR.Mk 1A mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-103 mit 95,55 kN Schub; spätere Maschinen zusätzlich mit einem Laser-Zielbeleuchter im geänderten Bug

Harrier T.Mk 4 :

Version der Harrier GR.Mk 2A mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-103 mit 95,55 kN Schub; einige Maschinen zusätzlich mit einem Laser-Zielbeleuchter im geänderten Bug 

Harrier T.Mk 4A :

eine 1975 bestellte Harrier T.Mk 4 für die Royal Navy; später als Harrier T.Mk 4N bezeichnet

Harrier T.Mk 4N :

Bezeichnung der 1985 bestellten Harrier T.Mk 4 für die Royal Navy; auch als Harrier T.Mk 4(N) oder Harrier T.Mk 4RN bezeichnet

Harrier T.Mk 6 :  

geplante Umrüstvariante der Harrier T.Mk 4 mit Nachflugelektronik und Infrarotsensoren; nicht realisiert

Harrier T.Mk 8N :

Bezeichnung der Harrier T.Mk 4A bzw. Harrier T.Mk 4N nach der Umrüstung auf dem Standard der Sea Harrier F/A.2

Harrier Mk 52 :

Vorführmaschine der Firma Hawker Siddeley Aviation, ähnlich der Harrier GR.Mk 4

AV-8A Harrier :

Version für das US Marine Corps, ähnlich der Harrier GR.Mk 3 ohne Laser-Zielbeleuchter im Bug, mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-102 mit 88,9 kN Schub; später mit dem Triebwerk Rolls-Royce Pegasus-103 mit 95,55 kN Schub nachgerüstet; intern als Harrier Mk 50 bezeichnet; Erstflug am 20.11.1970

AV-8C Harrier :

modifizierte AV-8A Harrier zur Verlängerung der Einsatzfähigkeit bis zur Verfügbarkeit der AV-8B Harrier II

AV-8S Harrier :

Bezeichnung für über die USA an Spanien verkaufte AV-8A Harrier; spanische Bezeichnung VA-1 Matador; auch als AV-8A(S) Harrier bezeichnet

TAV-8A Harrier :

zweisitzige Version für das US Marine Corps; intern als Harrier Mk 54 bezeichnet

TAV-8S Harrier :

Bezeichnung der TAV-8A Harrier für Spanien; spanische Bezeichnung VAE-1 Matador; auch als TAV-8A(S) Harrier bezeichnet

 
letzte Änderung :  24.07.2015