Petljakow Pe-2

Verweise: Pe-3 RD-1 Su-7 von 1943 UTB-2

Galerie

Geschichte:

Im Jahre 1938 schuf das Konstruktionskollektiv Petljakow das zweimotorige Höhenjagdflugzeug WI-100 nach einem Projekt des Zentralen Aero- und Hydrodynamischen Instituts (ZAGI). Als erste mehrsitzige Maschine erhielt die WI-100 eine hermetische Kabine. Da die Maschine ein 11faches Bruchlastvielfaches besaß und zu dieser Zeit ein schneller Sturzbomber fehlte, schlug man vor, aus der WI-100 ein solches zu entwickeln. Dazu erhielt sie Sturzflugbremsen und eine Abfangautomatik. Der Erstflug dieser Ausführung (PB-100) fand am 22.12.1939 statt. Ende 1940 begann die Herstellung von zehn als Pe-2 bezeichneten Maschinen; dann folgte der Serienbau. Der Sturzkampfbomber bewährte sich außerordentlich gut, unter anderem bei den Kämpfen an der Wolga, am Kuban und bei Kursk. Das Flugzeug wurde bis nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Auch die polnischen, tschechoslowakischen und jugoslawischen Luftstreitkräfte stellten es in Dienst, drei Beutemaschinen flogen bei der finnischen Luftwaffe. Insgesamt wurden über 11.000 Stück gebaut.

Technische Daten:

Typ : 

dreisitziger Kampfbomber Pe-2FT "Buck" {Pe-2RD}

Triebwerk : 

zwei Reihenmotore Klimow WK-105PF von je 927 kW {zwei Reihenmotore Klimow WK-105RA von je 810 kW und ein Raketenmotor RD-1 mit einem Schub von 2,94 kN}

Leistung : 

Höchstgeschwindigkeit 580 km/h in 4.000 m Höhe {ohne Zusatztriebwerk 460 km/h, mit 542 km/h}; Dienstgipfelhöhe 9.000 m; Reichweite 1.770 km

Gewicht : 

Leermasse 6.200 kg; max. Startmasse 8.520 kg {8.200 kg}

Abmessungen : 

Spannweite 17,11m {17,15m}; Länge 12,78 m {13,35 m}; Flügelfläche 40,50 m² {40,50 m²}

Bewaffnung : 

zwei Schpitalnyj-Komarizkij 7,62-mm-Maschinengewehre SchKAS, ein Beresin 12,7-mm-Maschinengewehr UBT, zwei Beresin 12,7-mm-Maschinengewehre UB und bis zu 1.000 kg Bomben

Versionen:

WI-100 "Sotka" :  

Prototyp eines Höhenjäger mit Turbolader

PB-100 :  

Prototyp eines Sturzbombers (ohne Turbolader)

Pe-2 :  

erste Serienausführung

Pe-2M :  

veränderte Version der Pe-2 (Bezeichnung Pe-2M wurde später nochmals verwendet)

Pe-2Sh : 

Schlachtflugzeugvariante

Pe-2L :  

Versuchsträger verschiedener Schneekufenfahrgestelle

Pe-2MV :  

vom MV-Waffenkonstruktionsbüro genutzte Testflugzeuge

Pe-2FT :  

Standardausführung als Sturzbomber

Pe-2FZ :  

kleine Serie von Frontflugzeugen (FZ)

Pe-2/M-82 :  

Flugzeug mit zwei Sternmotoren Schwezow ASch-82FN (M-82) mit je 1.360 kW (1.850 PS)

Pe-2VI :  

Höhenjäger

Pe-2UT "Mule" :  

Schul- und Übungsflugzeug mit Doppelsteuerung; auch als Pe-2S, Pe-2T, UPe-2 bezeichnet

Pe-2 Parawan :  

Testflugzeug mit langer Nasensonde und zu Sperrballon-Kabelschneidern an den Flügelenden gespannten Führungsdrähten

Pe-2B :  

neue Standard-Bomberversion ab 1944

Pe-2R :  

Aufklärungsflugzeug mit größerer Reichweite und PF-2-Motoren (Bezeichnung Pe-2R wurde später nochmals verwendet)

Pe-2R :  

Prototyp eines Schnellaufklärers mit Klimow WK-107A-Motoren mit 1250 kW (1.700 PS) (Bezeichnung Pe-2R wurde früher schon einmal verwendet)

Pe-2I :  

Variante eines neuen Standardbombers; ging nicht in Serie

Pe-2K :  

Kompromissvariante der Pe-2I mit Klimow WK-107PF-Motoren (Bezeichnung Pe-2K wurde später nochmals verwendet)

Pe-2D :  

dreisitziger Bomber vom September 1944

Pe-2M :  

Pe-2I mit Klimow WK-107-Motoren (Bezeichnung Pe-2M wurde früher schon einmal verwendet)

Pe-2RD :  

einmalige Umrüstung einer Pe-2 mit einem im Heck installiertem Flüssigkeits-Raketenmotor Gluschko RD-1 bzw. RD-1ChZ; auch als Pe-2ARU bezeichnet

Pe-2K :  

Schleudersitz-Testflugzeug

(Bezeichnung Pe-2K wurde früher schon einmal verwendet)

Pe-2I-RD :  

Projekt auf der Basis der Pe-2I mit zwei Strahltriebwerken Junkers Jumo 004

 

Tschechoslowakische Versionen :

B-32 : 

tschechische Bezeichnung der Pe-2

CB-32 :  

tschechische Bezeichnung der Pe-2UT

 
letzte Änderung :  24.07.2015