Suchoj T-8

Verweise: A-10 IL-42 IL-102 Jak-25 Mi-24 MiG-21 MiG-23 MiG-27 Su-7B Su-17 Su-25 Su-28 Su-39

Galerie

Geschichte:

Ab dem Jahr 1967 begannen die OKB's Suchoj und Iljuschin unabhängig voneinander und ohne offiziellen Auftrag mit Entwürfen für ein gepanzertes, schwer bewaffnetes Schlachtflugzeug.  Die Entwickler waren der Meinung, dass die offiziell verfolgte Entwicklungslinie (der schwere Kampfhubschrauber Mil Mi-24 und spezielle Erdkampfversionen der Suchoj Su-7B und Mikojan-Gurewitsch MiG-23: Suchoj Su-17, Mikojan-Gurewitsch MiG-23B und Mikojan-Gurewitsch MiG-27) als Reaktion auf das A-X-Programm der US-Streitkräfte (der zukünftigen Fairchild-Republic A-10 "Thunderbolt II") den Erfordernissen nicht vollständig gerecht wurde. An einem Wettbewerb von 1969 für ein Schlachtflugzeug nahmen die Entwürfe der Iljuschin IL-42, Jakowlew Jak-25LSch, Mikojan-Gurewitsch MiG-21LSch und Suchoj T-8 teil. Man entschied sich für die Suchoj T-8 (der späteren Suchoj Su-25) und der Iljuschin IL-42 (der späteren Iljuschin IL-102).

1967 begann die Entwicklung der Suchoj T-8. Anfang 1970 wurde der Entwurf der T-8 und die der Iljuschin IL-42 der Bewertungskommission des Verteidigungsministeriums vorgestellt. Die Kommission beurteilte beide Entwürfe als zu schwer und zu langsam (die damalig gewünschte Geschwindigkeit in  Bodennähe sollte mindestens 1.000 km/h betragen und die Waffenzuladung 4.000 kg). Daraufhin wurde der Entwurf der T-8 entsprechend den Empfehlungen der Kommission überarbeitet. Das Projekt hatte aber keine sehr hohe Priorität. Im Jahr 1974 gab das sowjetische Verteidigungsministerium grünes Licht zu Bau und Erprobung eines Prototyps, der späteren Su-25. Der erste Prototyp T-8-1 flog am 22.02.1975 zum ersten mal. Es hatte noch die schwachen Mikulin/Tumanski AM-9A/RD-9A Triebwerke, einer Version der Mikulin/Tumanski AM-9B/RD-9B ohne Nachbrenner, und die Avionik der Su-17M-2. Der zweite Prototyp T-8-2, Erstflug am 26.12.1975, hatte eine Titanwanne zum Schutz des Piloten, Luftbremsen an den Flügelenden und in anderer Schublinie angeordnete Triebwerke. Später wurde in beiden Prototypen stärkere Tumanski R-95Sch Triebwerke, einer Version der Tumanski R-13-300 ohne Nachbrenner, eingebaut. Der Vorserienversion T-8-3, Erstflug am 18.06.1979, ging dann als Su-25 in Serie. Die T-8-1D und T-8-3 wurde im Krieg der Sowjetunion in Afghanistan unter Kampfbedingungen erprobt. 

Technische Daten:

Typ : 

einsitziger Erdkampf-Prototyp T-8-1 {T-8-2D}

Triebwerk : 

zwei Triebwerke Mikulin/Tumanski AM-9A/RD-9A mit je 26 kN Schub {zwei Triebwerke Tumanski R-95Sch mit je 39,23 kN Schub}

Bewaffnung : 

eine zweiläufige Grjazew-Schipunow 23-mm-Kanone GSch-23L {zweiläufige Grjazew-Schipunow 30-mm-Kanone GSch-302 (AO-17A)}

Versionen:

T-8-1 :

erster Prototyp der Su-25; Erstflug am 22.02.1975

T-8-2 :

zweiter, verbesserter Prototyp der Su-25; unter anderem längere Tragflächen und modifizierte Klappen; Erstflug am 26.12.1975

T-8-2D "RAM-J":

Bezeichnung des Prototyps T-8-2 ab März 1976 nach der Ausstattung mit den Triebwerken Tumanski R-95Sch

T-8-1D :

Bezeichnung des Prototyps T-8-1 ab April 1978 nach der Umrüstung auf den Standard der T-8-2D; in Afghanistan erprobt

T-8-3 :

Vorserienversion der Su-25; in Afghanistan erprobt; Erstflug am 18.06.1979

T-8-UB :

Prototyp der zweisitzigen Trainervariante Su-25UB; Umbau aus noch nicht fertig gestellten Su-25; Erstflug am 10.08.1985

T-8-UTG :

Prototyp der unbewaffneten zweisitzigen Trainervariante Su-25UTG auf der Basis der Su-28 (Su-25UT) für den Einsatz auf Flugzeugträgern mit Katapultbeschlag und Fanghaken; Erstflug am 01.09.1988

T-8M-1 :

Prototyp der einsitzigen Su-25T auf der Basis der Entwicklung der T-8-UB; Erstflug am 17.08.1984

T-8M-3 :

Prototyp der Su-25TK, die Exportversion der Su-25T

T-8TM :

Prototyp der Su-39; Erstflug im Februar 1991

 
letzte Änderung :  24.07.2015